Nahezu erfolglos und doch eine Legende - das ist Moby Dick, die ultimative Gruppe-5 Waffe aus Weissach.
Der Porsche 935/78 "Moby Dick" bezog 845PS aus 3,2 Litern HUbraum und hatte erstmals wassergekühlte Vierventil-Zylinderköpfe. Konsequente Auslegung des Gruppe-5 Reglements bedeutete auch den Verzicht auf das Serienchassis des 911ers und Aufbau auf einem Rohrrahmen aus Leichtmetall.
Auf der Hunaudiéres-Geraden in Le Mans erreichte er 366km/h, doch einen Erfolg errang Moby Dick nur beim 6 Stunden Rennen in Silverstone.
Nach dem Rückzug von Porsche aus dem Langstreckenrennsport Ende 1978, wurde 1979 das neue Fahrwerk des 935-007 in Korntal eingelagert. 1988 wurde es von Kerry Morse erworben und gelangte 2008 in die Obhut von Freisinger-Motorsport aus Karlsruhe. In mehrjähriger Arbeit entstand ausschließlich aus Originalteilen und Motor und Getriebe aus Einsätzen des 935-006 der Hauptdarsteller unseres Videos.
In der Classic Endurance Racing, der weltweit hochwertigsten Rennserie im historischen Motorsport, kommt Moby Dick im Mai 2011 zum Einsatz und es ist Stéphane Ortelli der den Gruppe-5 Boliden über die Ardennenachterbahn jagt. Der Monegasse gewann bereits in LeMans, war Meister im Porsche Supercup, siegte bei den 24h von Spa Francorchamps und ist seit einem Jahrzehnt dem Karlsruher Rennstall eng verbunden.
Im Rennen lief es für Moby Dick wie schon früher üblich - Ausfall mit technischem Defekt.
Das Video zeigt Bilder vom Streckenrand und die ersten beiden Rennrunden Inboard.
Fans des Turbo-Porsche möchte ich bereits jetzt auf das im Herbst erscheinende Buch zum Porsche 934 und 935 von Jürgen Barth und Bernd Dobronz hinweisen.